Heimische Lärche

​Das Holz der Europäischen Lärche kann entsprechend seiner Herkunft und der Witterungsbedingungen seines Standorts stark unterschiedlich sein. Unterschieden wird bei den Holztypen vor allem in Stein- bzw. Gebirgslärchen, die aus Gebirgslagen stammen und ein gleichmäßiges und schmalringiges Holz aufweisen, und den Rasen- oder Wiesenlärchen aus Tieflagen mit einer breitringigen, schwammigen Struktur. Als Tieflandlärchen werden zudem häufig alle Lärchen bezeichnet, die außerhalb der Alpen künstlich angebaut werden. 

Hinzu kommen Bezeichnungen wie Alpenlärche, Tatralärche, Sudetenlärche und Polenlärche, die sich direkt auf die vier ursprünglichen Verbreitungsgebiete der Europäischen Lärche beziehen. Die Lärche besitzt, ähnlich wie die Kiefer und die Douglasie einen ausgeprägten Unterschied zwischen Kernholzbereich und Splintholz. Letzteres ist hellgelb bis rötlich, das Kernholz deutlich dunkler leuchtend rot bis rotbraun. Zur Nutzung wird der Stamm ausgekernt. Das bedeutet, dass das Kernholz vom Splintholz getrennt wird. Das Splintholz ist zum Nutzungszeitpunkt nur wenige Zentimeter dick und wird nicht als Bauholz genutzt.